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Logo des Frauennotrufes: Ein Frauenzeichen, in dessen eine stilisierte Hand einen Telefonhörer hält.Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz e.V.
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Zu sehen ist ein Plakat mit der Aufschrift "Es ist nicht mehr mein Körper, sondern seiner". Plakat: Sabine Neumann und Falko Ulmer

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März 2011: Die Zukunft Ruandas ist weiblich

Bilderausstellung des Frauennotrufs in Sprendlingen

 

2011 feiert der Internationale Frauentag sein 100. Jubiläum. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 19. März, ab 17.30 Uhr in der Wißberghalle, Sprendlingen ein Internationales Frauenfest unter dem Motto „Mehr Solidarität von Frauen für Frauen“ als zentrale Veranstaltung für den Landkreis Mainz-Bingen statt.

Neben einem festlichen Programm mit Essen und Trinken, Präsentationen zum Frauentag und Berichten von Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, bietet die Veranstaltung auch eine Fotoausstellung des Frauennotrufs Mainz mit dem Titel Die Zukunft Ruandas ist weiblich. Auf fünfzehn A3 Bildtafeln und fünf A4 Texttafeln zeigt der Frauennotruf Porträts von Frauen und Mädchen im Partnerland Ruanda.

Begonnen hatte das Interesse des Frauennotrufs Mainz an der Situation von Frauen und Mädchen im kleinen Ruanda im Jahr 2001, als eine ruandesische Frauendelegation die Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt besuchte. Weitere Besuche und Austauschgespräche folgten, unter anderem auch mit der First Lady, Mme Kagame. Im Dezember 2004 und noch einmal im Januar 2009 mit der heutigen Botschafterin Christine Nkulikiyinka.

Petra Hauschild und Anette Diehl auf einem Markt in RuandaMehrmals reisten die Notruf-Frauen Anette Diehl und Petra Hauschild ehrenamtlich in das kleine afrikanische Land, um sich persönlich einen Eindruck vom Leben der Frauen in dem rheinland-pfälzischen Partnerland zu verschaffen, das mit dem Genozid 1994 ein Trauma erlebt hatte. Seither informieren sie in Bilder-Vorträgen über die Situation von Frauen in Ruanda und über das Thema „(Sexualisierte) Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit“.

Ruanda hat heute die höchste Frauenquote der Welt. In keinem anderen Staat gibt es so viele weibliche Abgeordnete wie in Ruanda, nämlich 56%. „Wir schauen mit großer Anerkennung auf diese hohe Frauenquote“, sind sich die Notruffrauen Diehl und Hauschild einig: „Sie ist Ausdruck für die Verantwortungsübernahme von Frauen in einer immer noch männerdominierten Gesellschaft. Diese Stärke der Frauen und den Optimismus, trotz der einschneidenden Gewalterfahrungen zeigen viele Fotos deutlich und machen somit Mut in der Beschäftigung mit den Themen Traumatisierung, Gewalt und Genozid.“

Die Notruf-Frauen freuen sich, dass sie mit Unterstützung der Mainz-Binger Gleichstellungsbeauftragten Karin Diehl ihre Ruanda-Bilder beim Frauenfest in Sprendlingen zeigen können.

Die Fotos der Ausstellung stammen von Anette Diehl, Karin Drach, Petra Hauschild, Christian Lenhart, Gina Siebelitz und Beate Wegmann und wurden auf unterschiedlichen Reisen aufgenommen.

Nähere Infos zu Frauenfest und Ausstellung unter
www.mainz-bingen.de
Telefon 06132 / 787-1040

verantwortlich: Anette Diehl, März 2011