Ruanda
Presseartikel
November 2004Notruf vertieft internationale Kontakte
Am 25. November 1960 starben in der Dominikanischen Republik drei Frauen eines gewaltsamen Todes. Sie wurden auf Grund ihrer Aktivitäten gegen Diktator Trujillo vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Als 1981 ein Treffen von Feministinnen aus Lateinamerika und der Karibik in Bogota stattfand, wurde der 25.11. zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen.
Der internationale Tag zu Gewalt an Frauen ist für Fachstellen Anlass auf die Gewalt an Frauen weltweit aufmerksam zu machen, aber auch Netzwerke aufzubauen über Kulturen und Ländergrenzen hinweg. Mit internationalen Kontakten beschäftigte sich der Notruf Mainz im Vorfeld des diesjährigen Internationalen Tags zu „Nein zu Gewalt an Frauen“.
Drei Notruf-Mitarbeiterinnen und zwei Kolleginnen des Frauenzentrums werden gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend und einer Vertreterin des Familienzentrums Landstuhl im Rahmen der Ruanda-Reisen des rheinland-pfälzischen Innenministeriums eine Frauenbildungsreise unternehmen. Vor Ort werden sie von der in Deutschland lebenden Ruanderin Mme. Madeleine Büttner vom Verein Isange begleitet. Ziele vor Ort sind ruandesische Frauen und-Familieneinrichtungen unter dem Motto: Frauensolidarität in Ruanda und Rheinland-Pfalz – weiter auf gemeinsamen Wegen.
Geweckt wurde das Interesse der Mitarbeiterinnen beim ersten Besuch einer Ruanda-Delegation im März 2001 im Frauenzentrum und Notruf. „Während wir anfangs mit unseren knappen finanziellen und zeitlichen Kapazitäten wenig Möglichkeiten der Unterstützung von unserer Seite für Frauen in Ruanda gesehen haben, wurde in den Diskussionen mit den ruandesischen Ministerinnen und Fachfrauen, der First Lady und vielen anderen deutlich, dass ein „Solidarisierungs“-Prozess für beide Seiten sehr hilfreich sein kann,“ so Anette Diehl vom Notruf Mainz.
„Es ist notwendig, dass Frauen über die Grenzen hinweg gemeinsame Wege gehen. Wir wollen das, was wir über Frauenleben in Ruanda gelernt haben, vertiefen und vor Ort neue Erfahrungen machen; daher passt dieses Engagement zum Internationalen Frauentag.“ so die Notrufmitarbeiterin Petra Hauschild.
Veranwortlich: Anette Diehl / 11-2004
