21. Dezember 2017
Pressemitteilung
Veranstaltung

WenDo-Kurs bei in.betrieb fördert mehr Selbstbehauptung der weiblichen Beschäftigten


V.l.n.r.: Tanja Seif, Sarah Hofmann, Hildegard Teuber, Rebecca Bug, Anke Thomasky (WenDo-Trainerin), Ruth Sartor, Anette Diehl (Frauennotruf), Conni Dinges (WenDo-Trainerin), Saskia Büchler

Am Mittwoch, 13.12.2017, fand bei in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration ein WenDo-Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs statt. Zwölf Teilnehmerinnen aus der Werkstatt haben einen Tag lang Tipps und Methoden kennengelernt, sich im Alltag besser vor Gewalt und Anfeindungen behaupten zu können.

Die Idee entstand während eines Frauencafés, das im Rahmen der Arbeit der Frauenbeauftragten bei in.betrieb angeboten wird. Frauen aus der Werkstatt haben dabei den Wunsch geäußert, mithilfe eines Kurses zu mehr Selbstbewusstsein, Entschlossenheit und Stärke in schwierigen Situationen zu gelangen. Denn gerade Frauen mit Behinderungen und/oder chronischen sowie psychischen Erkrankungen werden oft nicht ernst genommen oder gar Opfer sexualisierter Gewalt, meist schon in der Kindheit oder Jugend. Der Frauennotruf Mainz e.V. hat daraufhin aufgrund der langjährigen Kooperation mit in.betrieb den Kontakt zu den WenDo-Trainerinnen Conny Dinges und Anke Thomasky hergestellt und sogar die Kosten übernommen. „Wir danken im Besonderen dem Förderverein des Frauennotrufes für die finanzielle Unterstützung und freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit,“ sagt Petra Hauschild, Bereichsleitung Arbeit und Soziales.

Über Rollenspiele wurden im Laufe des Kurses verschiedene Situationen durchgespielt und gemeinsam Lösungsstrategien gesucht und eingeübt. Mit Worten und Gesten Position beziehen, Techniken für eine wirksame und effektive Verteidigung erlernen und mentale Übungen, die Opferrolle abzulegen und durch ein positives Selbstbild zu ersetzen – darum geht es bei dem WenDo-Kurs.  Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf den individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Teilnehmerinnen. So kann ein Rollstuhl oder eine Gehhilfe auch als Abwehr-Waffe eingesetzt werden. „Ich kenne nun Wege mich auch als Rollstuhlfahrerin bei Gefahr zu wehren und mutiger zu sein. Ich bin ganz erstaunt, wie viel Kraft  ich und jede einzelne von uns hat,“ erzählt Ruth Sartor, Frauenbeauftragte bei in.betrieb gGmbH.

Als besonderes Highlight des Kurses konnten alle zwölf Teilnehmerinnen einen 8 cm dicken Holzblock aus eigener Stärke  und mit ihren individuellen Möglichkeiten zerschlagen. „Dieses Erfolgserlebnis hat eine ganz besondere Energie im Raum freigesetzt. Das zu erleben war sehr berührend“,  sagt Hildegard Teuber, Sozialpädagogin und Unterstützerin der Frauenbeauftragten.

Die in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration ist ein Unternehmen zur Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben sowie zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft.

Bei in.betrieb finden über 580 Menschen mit Behinderung berufliche Bildung, Arbeitsplätze sowie begleitende Förderung und Betreuung.

 

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