Trotz viele Veranstaltungen – mehr Stärkung als Stress: Der Frauen*notruf Mainz war auch in diesem Jahr wieder rund um den 08. März aktiv und war Teil verschiedener feministischer Veranstaltungen, um auf Sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen.

„Trotz der Arbeit zu den vielen Veranstaltungen um den Weltfrauentag fühlen wir uns eher bestärkt“, sind sich die Mitarbeiter*innen des Frauen*notrufs Mainz einig. „Wir konnten den Tag als Plattform nutzen, um auf das oft tabuisierte Thema geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und haben viele stärkende Rückmeldungen erhalten.“
Weltweit steht der 8. März im Zeichen des Internationalen Frauentags. Dieser Tag, der häufig auch bewusst als feministischer Kampftag bezeichnet wird, macht auf die anhaltende Benachteiligung von Frauen und weiblich gelesenen Personen aufmerksam. Bei verschiedenen Veranstaltungen steht dabei der gemeinsame Widerstand gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung sowie der Einsatz für Gleichberechtigung im Fokus.
„Die Wurzeln Sexualisierter Gewalt liegen in den ungleichen Machtverhältnissen der Geschlechter. Diese gilt es anzugehen, um Gewalt gegen Frauen wirksam zu bekämpfen“, erklärt Leah Krieger vom Frauen*notruf Mainz.
Am Montag, dem 02. März wurde der Frauen*notruf zur Lesung von Autor Boris von Heesens Buch „Was Männer kosten“ über die sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen und tatsächlichen Kosten traditioneller Männlichkeitsmuster nach Nieder-Olm geladen und konnte mit der dortigen Gleichstellungsbeauftragten Inge Brauburger und der Buchhandlung BINO, als Spendenempfänger präsent sein.
Am darauffolgenden Freitag veranstaltete das Frauenbündis RLP eine Lesung mit Katharina Linnepe aus ihrem Buch „Wenn das Patriarchat in Therapie geht“. Auch hier konnte sich an einem Infostand über die Arbeit des Frauen*notrufs informiert werden.
Am 08.03. selbst fanden gleich mehrere Veranstaltungen statt bei denen der Frauennotruf als Gast oder als mitgestaltende Einrichtung beteiligt war: Die SPD Mainz veranstaltete am 8. März eine Matinée unter dem Motto „Warum Engagement heute zählt“. Anette Diehl vom Frauennotruf diskutierte mit Malu Dreyer und Petra Gerster über Frauenpolitik und Medien. Im Anschluss erhielt Kolumnistin Tara-Louise Wittwer den Marie-Juchacz-Frauenpreis 2026 des Landes Rheinland-Pfalz. Anette Diehl begleitete die Vorsitzende und Jurymitglied Gisela Bill in die Staatskanzlei. Am Abend stellte Emma Leonhardt im Schon Schön ihre Arbeit im Frauennotruf vor: die Firma GOT-Bag hatte ein Live-Konzert mit FLINTA* (female, lesbian, inter*, non-binary, trans*, agender) Musiker*innen organisiert. Die bei der Veranstaltung gesammelten Spenden verdoppelt das Unternehmen bis zu einer Gesamtsumme von 1.500€ u.a. zugunsten des Frauen*notrufs Mainz.
Währenddessen fand im Mainz-Weisenauer „Meet-Up“ ein Benefizkonzert statt – ebenfalls zu Gunsten der Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt. Bei der feministischen Ausstellung im Foyer des Konzertraumes informierte der Frauen*notruf mit haupt- und ehrenamtlicher Besetzung über die Arbeit und die Geschichte des Frauen*notrufs und kam mit vielen Besucher*innen ins Gespräch.
Am Montag, dem 09.03. beteiligte sich der Frauen*notruf Mainz am Frauen*streik, organisiert durch das Töchterkollektiv Mainz. „Hier konnten wir nicht nur mit einem rege besuchten Infostand Präsenz zeigen, sondern auch in einem Statement unsere Haltung verdeutlichen“, freut sich Leah Krieger. „Wir sind sehr inspiriert und aktiviert durch die vielen Veranstaltungen der letzten Tage. Es sind wertvolle Kooperationen mit anderen feministischen Akteur*innen entstanden und wir haben neue Ideen für weitere aktivistische Aktionen gesammelt. Am Ende gehen wir mit viel Energie aus diesen vollen Tagen.“
Verantwortlich für die Pressemitteilung: Leah Krieger, Frauen*notruf Mainz e.V.


