25. Oktober 2016
Pressemitteilung

Frauen und Gewalt



Fachveranstaltung zu Besonderheiten bei der gesundheitlichen Versorgung geflüchteter Frauen und Mädchen am 23. November 2016

Alljährlich am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

Im Rahmen der Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen lädt die Fachgruppe Gesundheit des
AK Gewalt gegen Frauen und Kinder/RRT Mainz und Mainz-Bingen ein zum Vortrag „Frauen und Gewalt. Besonderheiten bei der gesundheitlichen Versorgung geflüchteter Frauen und Mädchen“ am 23.11.2016 um 17 Uhr. Die Veranstaltung findet wie jedes Jahr im Hörsaal der Frauenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

„Zwar bietet Mainz Frauen und Mädchen, die von (Sexualisierter) Gewalt betroffenen sind gute Angebote zur medizinischen und psychosozialen Versorgung, aber mit dem Zustrom der Flüchtlinge stehen Fachkräfte aus Medizin und Opferschutzberatung vor neuen Herausforderungen, die weit über die Überwindung sprachlicher Barrieren hinausgehen,“ fasst Martina Trojanowski vom Frauenbüro der Stadt Mainz die Gründe für die Themenwahl in diesem Jahr zusammen.

Im Vorfeld des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hat die Fachgruppe Gesundheit des AK Gewalt an Frauen und Kindern deshalb Sibylle Rothkegel von der INTERNATIONALEN AKADEMIE BERLIN eingeladen. Sie ist Psychologin und Psychotherapeutin und spricht über Besonderheiten bei der gesundheitlichen Versorgung geflüchteter Frauen und Mädchen mit (sexualisierten) Gewalterfahrungen. In die anschließende Diskussion bringen Fachleute aus Mainz Beiträge zu ihren Erfahrungen aus der Arbeit mit geflüchteten Frauen und Mädchen ein. Um Anmeldung bis 16. November 2016 unter frauenbuero [at] stadt.mainz.de wird gebeten.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Gefördert wird die Veranstaltung aus Mitteln der Stadt Mainz und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz zugunsten der Arbeit der Regionalen Runden Tische im Rheinland Pfälzischen Interventionsprojekt (RIGG) und dem Förderverein des Frauennotrufs Mainz.

Der Arbeitskreis Gewalt an Frauen und Kindern Mainz und Mainz-Bingen ist ein seit 1991 bestehendes und stetig wachsendes Netzwerk aus inzwischen 40 Beratungsstellen, Projekten, Institutionen und Einzelpersonen. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit aller Fachstellen aus Mainz und dem Landkreis, um Gewalt an Frauen und Kindern wirksam entgegenzutreten. 2006 hat der AK Gewalt eine Fachgruppe Gesundheit gegründet, der das Frauenbüro, der Frauennotruf, die pro familia Mainz, die Stelle für Gesundheitsförderung der Stadt Mainz und eine Frauenärztin und die Gleichstellungsbeauftragte für den nicht-wissenschaftlichen Bereich der Universitätsmedizin angehören. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bietet die Fachgruppe jedes Jahr eine Veranstaltung für Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Fachpersonal und alle anderen Interessierten an.

Vortrag:
Sibylle Rothkegel
INTERNATIONALE AKADEMIE BERLIN
Diskussion mit Beiträgen zur Situation in Mainz

Termin:
Mittwoch,
23. November 2016,
17 Uhr

Kontakt über:
Frauenbüro der Stadt Mainz
Telefon: 06131 - 122175
E-Mail: frauenbuero [at] stadt.mainz.de

Verantwortlich für die Pressemitteilung:
für den Mainzer Arbeitskreis Gewalt an Frauen und Kindern
Anette Diehl, 10-2016

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